Freitag, 15. August 2014

Tag ohne Tränen

Endlich mal wieder ein Tag ohne Tränen, sogar meinen Einkauf hab ich erledigt...
Hey, sagt man nicht, wenn eine Frau was an Ihrem Haar ändert-ändert sich auch etwas in Ihrem Leben? Ich hab mir Farbe gekauft und hoffe meine Mum ist morgen so nett und übernimmt das sonst sehe ich wieder aus wie ein Verbrecher und hab überall die Farbe verteilt, wenn ich das selbst mache.

Morgen... ja, morgen kommt ER vorbei zum reden. Ich hab irgendwie keine Erwartungen an dieses Gespräch. Ich, die ich sonst immer irgendwelche Erwartungen habe, die man eigentlich nur enttäuschen kann, weil Sie oft einfach nicht realistisch sind. Ich habe einfach keine an dieses Gespräch. Ich glaube irgendwo tief in mir drin habe ich den Strich unter dieses Kapitel längst gemacht. Ich weiß es nicht. Nur das es hart wird und ich hoffentlich nicht in der Laune bin wie heute. Ich hatte heute eine Aggressive Stimmung und wäre wahrscheinlich laut und unfair geworden. Leider passiert mir das manchmal. Ich hasse mich dann eigentlich direkt schon in dem Moment wo ich etwas gesagt habe, aber ich kann es einfach nicht zugeben. Auch später fällt es mir schwer zu sagen, es tut mir leid. Ich verletzte dann Menschen um mich herum bewusst und genieße zu sehen, dass Ihnen das gesagte weh tut. In der nächsten Sekunde würde ich am liebsten der Person heulend um den Hals fallen und sagen, dass es mir leid tut, aber ich kann es nicht.
Ich habe so viel Enttäuschung in mir IHM gegenüber. So viele Dinge, die er gesagt hat, die nun einfach nicht wahr gewesen sein können, nachdem er einfach gegangen ist und mich allein gelassen hat. Ich komm darauf einfach nicht klar, wie man einen Menschen von dem man weiß, er leidet an Depressionen, hat Suizid Gedanken und ist allein ohne Freunde einfach sitzen lassen kann und es fertig bringt sich 10 Tage nicht zu melden. Was hätte ich alles anstellen können in der Zeit? Ich hab es nicht und das ist gut so. Aber die Möglichkeit hätte bestanden. Natürlich möchte ich niemanden zwingen bei mir zu bleiben. Aber es hätte sicher eine bessere Art gegeben alles zu beenden, als die, welche ER gewählt hat.
Nun gut, ich sollte aufhören immer wieder den gleichen Gedankengang zu gehen. Es ist passiert und ich kann es nicht mehr ändern. Also sehen was morgen kommt....

Und am Sonntag wage ich mich unter Menschen auf ein Fest!

Donnerstag, 14. August 2014

Gute Nacht Ihr da draußen...

Das Lesen hat mir leider nicht durch den Tag helfen können. Ich konnte mich nicht darauf konzentrieren.
Nun nach 10 Tagen der Stille hat er sich gemeldet und meinte wir sollten uns doch mal zum reden treffen. Ja es sollte drüber gesprochen werden, wie man in einer Minute einen Menschen anschauen kann und ihm "Ich liebe Dich" sagen kann und dann einfach aus seinem Leben verschwindet. Da ich mich kenne habe ich bereits ein paar Zeilen geschrieben, welche er dann lesen kann während ich wahrscheinlich vor lauter heulen kein Wort raus bekomme, wenn er vor mir steht. Viele von Euch da draußen, die Ihr mit Depressionen kämpft, könnt nichts mehr empfinden, kein Gefühl ist mehr in Euch nur diese Leere. In mir drin ist so viel Gefühl, dass ich nicht damit klar komme. Schmerz, Trauer, Wut, Hass... und Liebe. So viel davon in so wirren Konstellationen bei einigen Menschen, dass ich damit einfach nicht zurecht komme. Meistens siegt dann der Schmerz und ich heule. Aber das mache ich auch wenn ich ganz schrecklich wütend bin. Mein einziges Ventil sind die Tränen. Tränen, die mich vor anderen geweint wieder wütend machen, weil ich nicht will, dass man sie sieht und Wut die mich dann wieder zum weinen bringt. Ein Kreislauf aus dem ich an manchen Tagen einfach nicht ausbrechen kann.
Ich habe heute wieder mit schlimmen Kopfschmerzen zu kämpfen, durch das viele Heulen verursacht.
Was würdet Ihr Ihm sagen an meiner Stelle? Kann und will mir jemand einen Rat mitgeben?

Der Morgen nach der Kälte...

Um irgendetwas gegen diese Kälte zu tun, bin ich gestern noch mit einem Buch in die Badewanne gestiegen. Diese Zeit tat unendlich gut, weil die Stimmen in meinem Kopf endlich mal die Klappe hielten. Die Stille war wundervoll und begleitete mich dann auch in den Schlaf... Die Nächte sind im Moment wieder zwei Stunden Rhythmus Nächte, aber daran kann ich nun mal nichts ändern. Dennoch fühle ich mich heute morgen nicht mehr so eisig und leer wie gestern. Weiter begleitet der Himmel meine Traurigkeit mit ständigem Regen.. Dieses grau versucht sich in mich hinein zu fressen und der Widerstand fällt mir enorm schwer.

Da das lesen gestern so gut weitergeholfen hat, werde ich das gleich auch wieder versuchen. Und mich damit hoffentlich von den grauen, traurigen Gedanken ablenken können.

Die Beerdigung meines ehemaligen Schulkameraden, welcher den Freitod gewählt hat ist wohl heute... Ich kann da nicht hingehen. Würde mich auch Fehl am Platz fühlen. Wir hatten keinen Kontakt mehr seit Jahren. Klar "kannte" man sich eben in den sozialen Medien und hat ab und an mal was gelesen, oder sich mal kurz auf einem der typischen Feste, die in Dörfern nun mal so sind, gesehen und kurz gesprochen...
Aber ich mag diese Menschen nicht, die sich ewig einen Scheiß für Dich interessiert haben und dann an Deinem Grab stehen und heulen... Nein!

Irgendwann in einer stillen Stunde werde ich allein an seinem Grab stehen und mich fragen, ob es was gebracht hätte jemanden zu haben der ähnliches durchmacht... ob er dann noch hier wäre? Keine Ahnung... auch auf diese Frage wird es nie eine Antwort geben. Er hat entschieden zu gehen... Ruhe in Frieden!

Mittwoch, 13. August 2014

Draußen Regen, alles grau... In mir drin Kälte und Leere... Ich friere und mir dröhnt der Kopf, kann kaum aus meinen Augen schauen, die dem Regen Konkurrenz gemacht haben und total geschwollen sind. Ich habe nur noch diese Leere in mir drin... Lieber will ich den Schmerz, die Trauer und all die anderen, die mich über Wochen begleitet haben zurück. Diese innere Leere frisst mich auf...

Dienstag, 12. August 2014

Wieder eine Nacht, die mir kaum Schlaf gebracht hat und durch Grübeleien ohne Sinn und Verstand getört war. Manchmal wünsche ich mir in solchen Momenten richtig heftige Schlaftabletten... Doch ich habe viel zu viel Angst vor dem Tag an dem ich Sie nicht nur zum Einschlafen nutzen würde. Dann heute Morgen die Nachricht über den Selbstmord von Robin Williams... Ob nun wieder einige Menschen mehr durch die Straßen gehen und wirklich mal hinschauen und hinhören was Ihr Umfeld so macht und sagt? Ob es den Betroffenen wie mir weiterhilft? Ja er ist tot... er war ein toller Schauspieler und seine Familie wird schlimme Zeiten haben. Aber dennoch, vielleicht war sein Tod nicht umsonst. Vielleicht wachen manche Menschen wirklich auf....
Mein Tag war völlig Antriebs- und Lustlos. Nicht mal schreiben oder zeichnen konnte ich heute. Ich hing einfach nur auf der Couch und lies den Fernseher auf mich einprasseln. Nein ich habe keine Ahnung, welche Programme und Sendungen gelaufen sind, wie so oft. Aber es hat jemand gesprochen, ich hab mich nicht so einsam und allein gefühlt. Meine Gedanken fahren wieder Achterbahn in den letzten Tagen. Ich kann keinen Gedanken zu Ende denken. Nichts bleibt hängen einfach nur durcheinander und die Hoffnung doch irgendwann den Anfang dieses Knäuels zu finden.
Diese innere Leere frisst mich langsam aber sicher auf...